kultur
Die Kulturwirtschaft erlebt in den letzten Jahren nicht nur im „Kulturstaat Deutschland", sondern europaweit einen Aufschwung. Das Geschäft im Handlungsfeld Kultur lässt eine stetig wachsende Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft erkennen. Spätestens seit der Bestandsaufnahme des kulturellen Lebens in Deutschland und dessen Potenzial durch die Enquete-Kommission 2007 und die daraufhin 2008 ins Leben gerufene Initiative „Kultur- und Kreativwirtschaft" der Bundesregierung, wurde die Kulturwirtschaft zum Bestandteil der politischen Diskussion erhoben.
Laut einer Studie der NRW.Bank wächst die Erkenntnis, dass die kultur- und kreativ-wirtschaftlichen Branchen zu einer notwendigen Ergänzung in einer modernen Wirtschaftsinfrastruktur heranreifen. Sie wachsen somit zum Dienstleister für die Produktionswirtschaft heran. Nun entdecken auch „traditionelle" Wirtschaftsunternehmen in „klassischen" Produktionsbetrieben das Potential und die Innovationsfähigkeit kultureller und künstlerischer Produkte (z.B. im Hinblick auf Kultur-Events als Marketinginstrument oder Sponsoring). Von Seiten der Bundesregierung werden Anstrengungen unternommen die Wettbewerbsfähigkeit dieser Branche zu erhöhen, um Wachstum und Beschäftigung zu sichern. Dieses eröffnet Menschen mit einer kulturellen bzw. kreativen Ausbildung in Verbindung mit dem nötigen unternehmerischen Know-how neue Perspektiven.
Die Unternehmenszahl der Kultur- und Kreativwirtschaft ist von 2005 bis 2008 im Ruhrgebiet um 14,5% gewachsen. Insgesamt waren 23.141 Unternehmen zum Erhebungszeitpunkt Juni 2008 in NRW ansässig.
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